Lernen durch Fragen …

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Audio icon Lernen durch Fragen


Wir können nur wissen wonach wir fragen können. Daraus folgt, daß Fragen die einzige Möglichkeit ist, um gezielt nach Antworten zu suchen und so viele Dinge zu verstehen.

Ein Beispiel hierfür ist das Thema Ausländer. Man könnte jetzt seitenlange Artikel schreiben, ob Ausländer grundsätzlich eine Bereicherung für uns sind oder nicht. Eine andere Möglichkeit wäre es einfach grundlegende Fragen zu stellen, auf die der Leser dann selbst nach Antworten sucht.

Einige kritische Fragen sind:

Warum muss man für die Einreise in andere Länder (Kanada, USA, Neuseeland, …), entweder viel Geld mitbringen oder viel Wissen bzw. Kompetenzen und warum ist das bei uns nicht so ?

Warum sagen wir nicht, du bist willkommen, wenn du uns wirklich nützlich bist ?

Warum können unsere deutschen Mitbürger mit geringer Bildung, nicht die einfachen und schlecht bezahlten Arbeiten ausführen ? Warum sind die einfachen Tätigkeiten überhaupt so schlecht bezahlt ?

Was passiert, wenn wir uns in den nächsten Monaten/ Jahren unseren gigantischen Staatschulden stellen müssen und wir dann kein Geld mehr haben, um die Sozialhilfe für die vielen Menschen aus allen möglichen Ländern, zu bezahlen ?

Was werden die machen, wenn sie kein Geld mehr vom Staat bekommen, weil dieser bankrott ist, aber etwas zu essen und zu trinken brauchen ?


Ein weiteres Beispiel ist der von der politischen Klasse vorangetriebene Jugendschutz im Internet. 

Wieder könnte man seitenlange Artikel schreiben oder eben gezielte Fragen stellen.

Einige kritische Fragen sind:

Können wir Deutsche, diesen Jugendschutz im Internet tatsächlich realisieren, wenn man bedenkt, daß das Internet ein globales Medium ist und es die anderen ca. 200 Staaten nicht interessiert, was unsere gesetzeswütigen Volksvertreter beschließen ?

Hat die Regierung in Wirklichkeit erkannt, welches Potential im Internet steckt, wenn es die Bürger kompetent nutzen, beispielsweise um mit Hilfe von Blogs Aufklärungsarbeit zu leisten ?

Sollen unter dem Deckmantel des Jugenschutzes wichtige Grundrechte eingeschränkt werden, um unliebsame Informationsquellen aus dem Internet zu entfernen ?


Was viele nicht wissen ist, daß die große Masse der Menschen bei uns sehr obrigkeitshörig ist und solche Aktionen auch wenn sie nicht wirklich realisiert werden, eine sehr negative Wirkung auf die Masse haben. Das Internet wird mit einem riesigen Mediengetöse mit Gefahren für die Kinder, mit Terror, Nazis, Volksverhetzung usw. in Verbindung gebracht und das hat auch Einfluss auf die Entscheidung der Menschen, selbst am Internet teilzunehmen oder nicht bzw. ihre Kinder zur Teilnahme aufzufordern.

Der Schaden läuft also eher im Hintergrund ab. Das Ganze wird natürlich nicht offen ausgesprochen, sondern wie immer in einen Deckmantel gehüllt – hier ist es der Jugendschutz, bei Kriegseinsetzen im Ausland ist es die Friedenssicherung. Alles immer hübsch verpacken, damit niemand die wahren Absichten erkennt.

Das genaue Gegenteil von dem eben beschriebenen Lernen durch Fragen ist daß, was sich unter dem Stichwort "Political Correctness" (politische Korrektheit) verbirgt. Hier werden die unangenehmen Wahrheiten nicht ausgesprochen, sondern für die Machterhaltung, dem Eigennutz wegen, aus Angst und Bequemlichkeit zum Tabuthema erklärt. 

Diese Tabuthemen verhindern sehr wirksam, die Aufklärung über große Probleme und Zukunftsfragen und führen langfristig dazu, daß sich unsere Frust- und Schuldenberge immer weiter auftürmen.

Wirken wir dieser traurigen Entwicklung entgegen, indem wir kritisch fragen und diese Tabus einfach brechen.

 

Wie ich den Unterschied zwischen selbstgewolltem Lernen und dem „von oben herab befohlenen Lernen“ erkannte …

 

die Lerngeschichte in aller Kürze …

Ich hatte schon in der Schulzeit meine Probleme mit dem passiv und still dasitzen und zuhören was der Lehrer sagt. Ich fragte mich schon damals, warum es im Ergebnis vor allem um gute Noten ging, anstatt darum Sinn und Freude beim Lernen zu empfinden. Der große Zweifel an unserem Bildungssystem aber begann, als ich während meiner Diplomarbeit in aller Deutlichkeit erfahren mußte, was der große Unterschied zwischen Kompetenzen und Wissen ist. Es war am Ende meines Elektrotechnik-Studiums (Sommer 1998) und ich hatte die Aufgabe, eine komplexe (von einem Mikrocontroller gesteuerte) Schaltung zu bauen und den betreffenden Mikrocontroller zu programmieren. Ich hatte mir während meines Studiums viel Fachwissen angeeignet, verfügte jedoch nur über sehr wenig Praxiserfahrung.

Jedenfalls wurde mir während dieser Diplomarbeit zum ersten Mal so richtig bewußt, wie schwierig es ist, das mühsam auf theoretischem Wege erlernte Fachwissen tatsächlich auf eine bestimmte Aufgabe bzw. zur Lösung der im Rahmen der Aufgabe anfallenden Probleme anzuwenden. Ich erkannte, wie wichtig praktische Erfahrungen waren (die mir fehlten) und ich erkannte, wie wichtig es war, sich mit den praktischen Erfahrungen und den vielen Fragen bzw. Antworten intensiv zu beschäftigen. Nur auf diesem Wege kann ein Anfänger im Laufe der Zeit ein Meister werden. Die vielfältigen, eigenen Erfahrungen und eigenen Erkenntnisse also sind es, die den Meister eindeutig vom Anfänger unterscheiden. Ich war also der Anfänger und ich fühlte, daß das halbe Jahr, in dem die Diplomarbeit abzuschließen war, niemals ausreichen würde, um wirklich aus den zahlreichen Erfahrungen, die ich während der Diplomarbeit gemacht hatte, die so wertvollen eigenen Erkenntnisse zu gewinnen. Nicht zuletzt hätte ich auf diesem Wege auch eine individuelle und konstruktive Hilfestellung bei Bedarf benötigt, Menschen also, die gerne und verständlich Fragen beantworten und mich kompetent auf meinem Weg begleiten. Da auch ein solcher Mentor nicht verfügbar war und auch das Internet keine geeignete Alternative bot, weil ich zu der Zeit noch nicht kompetent damit umgehen konnte, entschloss ich mich einfach dazu, das zu machen, was mich schnell zu meinem Diplom führte.

Ich erhielt am Ende jedenfalls mein Diplom und nach einigen Bewerbungen hatte ich eine passende Arbeitsstelle gefunden. Dort machte ich noch viele weitere Erfahrungen, die mir nach und nach die Gewissheit brachten, daß ich irgendwie noch nicht die Aufgabe gefunden hatte, die ich mit Freude und kompetent erfüllen kann.

Da stand ich nun vor einem Berg mit unbequemen Fragen, auf die sicher schmerzhafte Antworten folgen würden. Sollte die wahrlich große Anstrengung, mit der es verbunden war, die riesigen Mengen an Fachwissen zu lernen, um die Prüfungen zu bestehen, völlig umsonst gewesen sein ? Wie viele meiner Mitmenschen auch blendete ich diese äußerst unbequemen Fragen aus und stellte mich den Vorboten der Wahrheit (den Antworten auf die Fragen) nicht. Ich dachte, die Probleme würden sich im Laufe der Zeit weitestgehend von selbst lösen. Letztendlich habe ich mir, wie viele meiner Mitmenschen das auch tun, selbst etwas vorgemacht, ich wollte die Realität nicht wahrhaben. 

Wer eine Aufgabe mit Freude und kompetent erfüllen möchte, muß das entsprechende Wesen haben.

Leider konnte ich damals noch nicht genau erkennen, woran es genau lag, da ich einfach noch zu wenig wußte. Wie ich heute nach tiefgründigem und jahrelangem Nachdenken herausfand, war die Hauptursache für die Probleme, die ich damals hatte, daß die Aufgabe und mein Wesen nicht optimal harmoniert haben. Ich hatte mir viel zu wenig Gedanken darüber gemacht, ob ich mit meinem Wesen (meine Begabungen, Leidenschaften, Werte, Charakterstärken- und -schwächen, …) wirklich dazu geeignet bin, eine solche Aufgabe mit Freude und kompetent zu erfüllen. Irgendwie fand ich es interessant, Mikrocontroller zu programmieren, aber es fehlte jeder persönliche Bezug dazu und die Aufgabe war nicht wirklich von mir selbst gewählt. Jetzt weiß ich, was mir damals am meisten fehlte: es war die Leidenschaft, ich war nicht mit dem Herzen dabei.

Es kam, wie es kommen mußte, die innere Kämpfe wurden dermaßen unerträglich, daß ich mich entschloss, meine Arbeitsstelle als Dipl. Ing. zu kündigen und wurde vom gegängelten Lohnarbeiter zum freien Lebensunternehmer. Dadurch und durch meine finanziellen Ersparnisse hatte ich den notwendigen Handlungsspielraum, um eine für mich geeignete Aufgabe zu finden. Was jetzt noch fehlte, war die individuelle und konstruktive Hilfestellung bei Bedarf, die ich letztendlich im freien Zugang zum Internet bzw. zu den dort von anderen Menschen veröffentlichten Informationen (ihre Erfahrungen, ihre Erkenntnisse, ihre Fragen, ihre Antworten, ihre Ideen, ihre Tipps, ihre Tricks,…), fand. 

Der Weg zu meiner Lebensaufgabe (selbstgewolltes und sinnerfülltes Lernen) unterschied sich grundlegend von dem Weg zum Elektro-Ingenieur (von oben herab befohlenes Lernen). Es ging nicht mehr so sehr darum, die von anderen Menschen (mehr oder weniger klar) vorgegebenen Lernziele zu erreichen und das über entsprechende Prüfungen nachzuweisen, sondern vor allem darum, selbstbestimmt und selbstorganisiert zu lernen. Das Lernen auf dem Weg zum Elektro-Ingenieur war wohl auch unbewusst, das Streben nach einem gesellschaftlich anerkannten Beruf, während ich auf dem Weg zur Lebensaufgabe dem Ruf meines Herzens gefolgt bin. 

Ich beschreibe nun einige der mir besonders aufgefallenen Unterschiede, indem ich meine Erfahrungen auf beiden Wegen vergleiche.

Während beim "von oben herab befohlenen Lernen" die Lernziele klar von den zuständigen Lehrkräften (Stichwort: Lehrplan) festgelegt werden, ging es jetzt erst einmal darum diese Ziele selbst zu formulieren. Im weiteren ging es darum, einen praktikablen Weg zu überlegen, der zu diesem Ziel führt und vor allem, mich selbst jeden Tag dazu motivieren, den Weg zu diesem Ziel zu gehen. Ich entschied nun selbst, welche Inhalte zum Erreichen der Ziele wertvoll und welche weniger wertvoll waren, diskutierte mit anderen über die Inhalte, stellte und beantwortete Fragen und entschied selbst, welche Aufgaben in welcher Reihenfolge erfüllt werden müssen. Weiterhin galt es die im Rahmen der Aufgaben anfallenden Probleme selbst als solche zu erkennen, diese Probleme klar und verständlich zu beschreiben und entsprechende Lösungen zu finden. Wie ich die Probleme effektiv löse, habe ich in meiner Problemlösungsmethode zusammengefaßt. Zum Probleme lösen benötigt man ein (fachübergreifendes) Wissen, daß ich mir ebenfalls auf autodidaktischem Wege selbst konstruiert habe. Auch hierfür habe ich mir eine entsprechende Methode ausgedacht, die ich Wissenskonstruktionsmethode genannt habe. Damit ich schnell auf die Informationen/Quellen und auch auf die jeweils relevanten Lerninhalte zugreifen konnte, habe ich die individuelle Internetquellensammlung bzw. ein allgemein anwendbares Ordnungssystem entwickelt. Darüber hinaus habe ich mir noch viele weitere Methoden bzw. Systeme ausgedacht, mit denen ich Informationen/Quellen systematisch finden, bewerten, leicht wiederauffindbar abspeichern und letztendlich produktiv nutzen kann.

Jetzt konnte ich mir das Fachwissen aneignen und es sofort praktisch anwenden oder, wie auch häufig der Fall, ich sammelte zuerst praktische Erfahrungen, suchte mir dann das Fachwissen, um mir zu erklären, was ich da eigentlich gemacht habe. Anstatt mein Wissen durch von oben herab befohlene Prüfungen nachzuweisen, mußte das jeweilige Problem gelöst werden. Jede Teillösung brachte mich einen Schritt näher zu meinem Ziel – eine Aufgabe, die ich mit Freude und kompetent erfüllen und mit der ich meinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Während das traditionelle Notensystem vorwiegend mißt und bewertet, wie gut sich jemand Fachwissen aneignen und sich in herrschende Systeme einfügen kann, ging es jetzt darum, die Kompetenzen, also die Erfahrungen bzw. Erkenntnisse, zu beschreiben und zu bewerten. Diese Lerngeschichte habe ich im Rahmen meines Buches, meines Lehrgangs und meiner Konzepte für jeden Interessierten nachvollziehbar dokumentiert und dabei gleichzeitig meine Schreibfähigkeiten trainiert. Schreiben ist die beste Methode, um klares Denken zu trainieren. Nur klare Gedanken können letztendlich klar und verständlich dokumentiert werden. Klares Denken ist die wichtigste Grundfähigkeit eines Menschen, der in einer Informationsgesellschaft erfolgreich sein möchte. 

 

Coaching: ein ePortfolio erstellen

 

Fazit: Was habe ich Wesentliches gelernt ?

Ich habe ganz allgemein eine große Achtung vor den Menschen gewonnen, die unsere Technologien entwickeln bzw. nutzbringend anwenden, weil ich selbst erlebt habe, was für eine anstrengende Tätigkeit das ist. Ich bewundere Menschen, die sich komplexe elektronische Schaltungen ausdenken können; das dazu notwendige Wissen interessiert mich, aber ich könnte niemals diese Schaltungen voller Hingabe und Leidenschaft (wie ich sie bei der Entwicklung meiner Konzepte empfinde) entwickeln. Nicht zuletzt konnte ich zumindest in den Unternehmen, in denen ich gearbeitet habe, nicht mit meinen Werten in Einklang leben, was aber die Grundvoraussetzung dafür ist, daß ein Mensch sich wohlfühlen kann. 

Erst jetzt, wo ich meine Lebensaufgabe gefunden habe, kann ich den großen Unterschied zwischen einem Job, der als Geldverdienstquelle dient, und einer erfüllenden Aufgabe wirklich erkennen, ich:

  • darf jetzt aus einer unsichtbaren, inneren Kraftquelle schöpfen

  • darf immer tiefer in das Abenteuer "Leben" einsteigen und immer mehr erkennen

  • bin wirklich sehr gut in dem, was ich tue

  • bin auf dem Weg zu meiner Lebensaufgabe zu einem mündigen Menschen herangereift und habe das wirklich Wichtige im Leben erkannt (alle und damit auch ich selbst sollen sich weitestgehend wohlfühlen)

  • nehme aktiv am Leben teil und habe deshalb zahlreiche Bedürfnisse, die andere im Rahmen ihrer Lebensaufgabe befriedigen können 

  • bin zufrieden und möchte deshalb auch, daß meine Mitmenschen sich wohlfühlen

  • kann selbst für meinen Lebensunterhalt sorgen und bin deshalb finanziell relativ unabhängig und kann zudem wirksam dazu beitragen, die Steuer- und Soziallasten meiner Mitmenschen zu reduzieren

Der Unterschied zwischen einem Job, der als Geldverdienstquelle dient, und einer erfüllenden Aufgabe ist übertragen auf eine Reise in etwa so wie der Unterschied zwischen einem Urlaubsvideo und einer Individualreise vor Ort, während man mit dem Video passiv berieselt wird, nimmt man die Individualreise mit allen 5 Sinnen wahr – man erlebt sie.

Ich habe auf dem Weg zu meiner Lebensaufgabe die Art und Weise, wie Menschen eigentlich von Natur aus lernen, wiederentdeckt.

Konkret bedeutet das, lernen durch:

  • kritisches und möglichst vorurteilsfreies Fragen 
    (Ich kann nur wissen, wonach ich fragen kann !)

  • Beobachtung und Nachahmung 

  • Versuch und Irrtum

Wenn ich diese natürlichen Lernmethoden mit der Art und Weise vergleiche, wie ich im Rahmen des traditionellen Bildungssystems (Frontalunterricht) lernen musste, so kann ich nur sagen, daß keine der Methoden auch nur annähernd zufriedenstellend angewendet wurde. Fragen nur, wenn es unbedingt sein muß und auf keinen Fall dumme Fragen bzw. Fragen, die andere dumm finden könnten. Beobachten ja, nachahmen (mit sofortiger Rückfragemöglichkeit) nein. Das Lernen durch Versuch und Irrtum war meist auf das Theoretische (und damit Vorhersehbare)  beschränkt und gar nicht auf das einzigartige Wesen des einzelnen Menschen ausgerichtet. Die Methode wurde praktisch, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt, beispielsweise im Rahmen von genau vorgegebenen Übungszeiten, Übungsplänen und Lerngruppen angewendet. Wirklich lehrreich wäre es wenn man sich spielerisch in eine Aufgabe einarbeiten kann und dabei jemanden hat, der einem weiterhilft, wenn man alleine nicht mehr weiter weiss. Aber bei den Praktikas, ging es vor allem darum, innerhalb der vorgegebenen Zeit, eine genau festgelegte Aufgabe zu erfüllen – Lerneffekt minimal. 

Während ich einen großen Teil des in der Schule und im Studium gelernten Wissens wieder vergessen habe, ist das Wissen, das ich mir auf dem vorher beschriebenen Wege selbst und in konstruktiver Zusammenarbeit mit anderen konstruiert habe, entweder direkt verfügbar, zumindest aber kann ich es mit Hilfe meiner maschinellen Gedächtnishilfe (die gemeinsame/ individuelle Internetquellensammlung) schnell und gezielt abrufen. 

Die Diplomarbeit und auch die Arbeit als Dipl. Ingenieur war von Anfang bis Ende ein Kampf (mit mir selbst, mit den Aufgaben und Problemen der Arbeit und dem Arbeitsumfeld), während die Entwicklung meiner bisherigen Produkte und Dienste ein anstrengendes, aber sehr spannendes Abenteuer war, an das ich mich mit größter Freude zurück erinnere.

Was lässt sich daraus übers Lernen ableiten ?

Wegen der eben beschriebenen und vieler weiterer von mir erkannten Probleme (in der Bildung und auch der Gesellschaft im allgemeinen) habe ich mir ein Konzept für ein neues Bildungssystem ausgedacht, das langfristig die Ursachen dieser Probleme beseitigt. 

In der Welt des traditionellen Bildungssystems würde ich als jemand eingestuft werden, der programmieren und elektronische Schaltungen bauen kann, weil er die entsprechende Ausbildung (abgeschlossenes Studium der Elektrotechnik) absolviert und eine entsprechende Urkunde (Diplom) erworben hat.

Niemals aber ist es nach Ansicht unserer sogenannten Führungselite möglich, daß ein derart ausgebildeter Mensch über die Fähigkeiten verfügt, um ein brauchbares Konzept für ein neues Bildungssystem zu entwickeln. Solch ein Konzept können eben nur entsprechende (von der Elite) anerkannte Fachexperten entwickeln.

Das wirkliche Leben hat aber gezeigt, daß es genau anders herum war, ich habe offensichtlich das entsprechende Wesen um das Grundkonzept für ein neues Bildungssystem zu entwickeln und mir fehlen wichtige Wesensmerkmale um langfristig und auf professioneller Ebene Mikrocontroller zu programmieren bzw. elektronische Schaltungen zu entwickeln. 

Nicht das mühsam durch ausdauernden Fleiss und Pflichtbewußtsein erworbene Fachwissen bestimmt also ob jemand eine Aufgabe mit Freude und kompetent erfüllt, sondern sein gesamtes Wesen (Begabungen, Leidenschaften, Werte, Charakterstärken und -schwächen, die Gesundheit). 

Das praktische Leben zeigt also eindeutig und nachweisbar die Widersprüche unseres Bildungssystems, in diesem Fall ist die Ursache der Widersprüche, daß dieses Bildungssystem das Wesen des einzelnen Menschen, der Einfachheit halber, nicht berücksichtigt. Es bedarf nämlich großer Anstrengungen, das Wesen eines heranwachsenden Menschen zu ergründen und ihn an seine Lebensaufgabe heranzuführen. Noch schwieriger wird es wohl für bereits erwachsene Menschen sich einzugestehen, daß sie für die Aufgabe, die sie einmal ausgewählt haben nicht wirklich geeignet sind und sich deshalb auf den Weg machen sollten, um das eigene Wesen zu erkennen und im Rahmen ihrer Lebensaufgabe zu entfalten.

Wobei man hier auch berücksichtigen muß, daß viele Menschen ihren Beruf nicht völlig frei auswählen können. Da ist zum einen die Mitwelt, die entsprechende Erwartungen an uns hat, etwa daß wir einen sogenannt angesehenen Beruf wählen sollen, damit man dazugehört. Zum anderen ist da der Zwang, daß wir ausreichend Geld verdienen müssen, damit wir später unsere Rechnungen bezahlen können. Erst ein Wertewandel und ein Grundeinkommen würde es möglich machen, daß wir unseren Beruf völlig frei wählen können.

eine kleine Vertragsänderung bei 1&1 mit nicht vorhersehbaren Folgen …

 

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Audio icon eine kleine Vertragsänderung bei 1und1 mit nicht vorhersehbaren Folgen


Es ging darum die bestehende Internet-Flat um eine Telefon-Flat zu erweitern. Dazu mussten wir laut einem 1&1-Service-Mitarbeiter den alten Vertrag gemäß der Kündigungs-Frist auslaufen lassen. Dieser Tag war der 02.12.2012, die später noch beschriebene Abschaltung des Internetzugangs erfolgte komischerweise aber erst am 04.12.2012. Normalerweise geht man davon aus, daß an diesem Tag, der schon lange Zeit vorher als Wechseltag auf den neuen Vertrag feststand, der neue Vertrag automatisch beginnt und der Zugang zum betreffenden Einwahlknoten an diesem Tag freigeschaltet wird. Ich dachte, daß so ein erfahrener Telekommunikationskonzern, so eine kleine Vertragsänderung schon reibungslos über die Bühne bringt. Das war leider nicht so.


wegen fehlerhaftem Vertragswechsel, 6 Tage ohne Internetzugang

Ich saß also an besagtem Tag (04.12.) am Computer und konfigurierte gerade das Newsletter-Modul des WordPress-Blogs eines Partners, als ich plötzlich bemerke, daß ich keinen Zugriff mehr auf den Blog hatte. Am gelben Hinweis-Schild im Icon für die Internetverbindung konnte ich sehen, dass die Verbindung unterbrochen war. Das ist schon ein komisches Gefühl, mit einem Mal wird einem bewusst, wie abhängig man doch schon von der Technik ist und was es bedeutet, wenn man plötzlich keinen Zugang mehr zum Internet hat. Es ist so, wie wenn man mit einem Paukenschlag von einer Sekunde auf die andere, aus der momentanen Arbeit herausgerissen wird.

Ich dachte natürlich sofort an den Vertragswechsel und öffnete das Konfigurationsformular für meine Fritzbox um die neuen Zugangsdaten in das DSL-Modem zu schreiben. Es gelang mir aber anschliessend nicht die Verbindung herzustellen. Nach einigem Herumprobieren entschloss ich mich dann beim 1und1-Service anzurufen. Auf diesem Wege konnte ich erfahren ob es eine technische Störung war oder ob es an meinem Vertragswechsel lag. Es dauerte schon fast eine Stunde, bis ich von dem Service-Mitarbeiter, der sich mehrmals mit Kollegen in Verbindung setzte und mich dabei minutenlang warten ließ, erfuhr, dass mein alter Vertrag gekündigt und der Zugang gesperrt wurde und der neue Zugang erst am 10.12. freigeschaltet wird. Ich fragte dann ob es nicht doch geht, den neuen Zugang schon heute frei zu schalten. Wieder nach minuten-langem Warten, mit ohrenbetäubender Musik, die mich zwang das Handy weit vom mir weg zu legen, meldete sich die Dame zurück und sagte, dass es nicht geht, warum weiss sie nicht und nach einigem sinnlosen Hin und Her beendeten wir das Gespräch.

Ich habe dann ein wenig nachgedacht und bin darauf gekommen, dass es vielleicht einen alternativen Anbieter geben könnte, der für solche Fälle als Partner von 1&1 einen flexibel nutzbaren Internetzugang anbieten könnte. Nach längerem Warten, meldete sich ein Service-Mitarbeiter, der nach der 3. Abfrage der Kundennummer und einigem Hin und Her meinte, dass er mir da jetzt nicht weiterhelfen kann und mich deshalb mit einer Kollegin verbindet, die da Bescheid weiss. Nach längerem Warten, mit der üblichen Musik, meldete sich eine Dame, die erst einmal fragte, worum es genau geht. Ich weiss nicht wie oft ich ein und diesselbe Story bei diesen Gesprächen erzählt habe. Ich beschrieb ihr dann meine Idee von einem alternativen Zugang für die verbleibenden 6 Tage bis zum 10.12.. Sie meinte dann, es gäbe einen Surfstick, aber den müsste sie mir erst zuschicken und das würde auch wieder ein paar Tage dauern und es wäre eine sehr langsame Internetverbindung. Ich sagte dann, dass ich auf dieses Angebot verzichte bzw. in ein Internet-Cafe gehe und wir verabschiedeten uns.

Wieder dachte ich nach, was ich nun tun kann und kam zuerst auf die Idee daß ich einen DSL-Anbieter ausfindig machen sollte, der mir eine günstige Tagesflat oder einen Volumentarif für die 6 Tage anbietet. Nach kurzer Zeit kam mir dann aber der Gedanke, daß es nicht funktionieren kann, weil ich keinen Telefonanschluss bei der Telekom mehr habe, sondern nur noch den 1&1-Anschluss, der ja erst wieder von der Telekom freigeschaltet werden muss. Da ich also momentan über keinen freien Einwahlknoten ins Internet verfüge, kann ich mich nicht via DSL-Modem mit dem Internet verbinden.


Internetzugang via UMTS-Stick

Nach einiger Zeit kam mir dann der Gedanke, dass ich mir einen UMTS-Stick zulegen und mich per UMTS-Modem drahtlos mit dem Internet verbinden könnte. Ich rief bei einem Telekommunikations-Anbieter in der Nähe an und ein Mitarbeiter empfahl mir den "Mein BASE internet"-Tarif als Prepaid-Ausführung. Eine kurze Überprüfung der Verbindungsverhältnisse für meinen Wohnort ergab, daß ich einen sehr guten UMTS-Empfang habe. Der UMTS-Stick kostet 10 € und ich kann eine Monatsflat für 10 € buchen. Diese kann ich dann monatlich kündigen. Dies sollte aber möglichst innerhalb der ersten 2 Wochen geschehen, sonst kann es passieren, dass die Kündigung nicht mehr bis Ende des Monats durchgeht. 

Die Installation des UMTS-Sticks war dann relativ einfach. Die SIM-Karte in den UMTS-Stick einbauen, den Stick in eine freie USB-Schnittstelle stecken und dann den Rechner hochfahren. Die Software wird weitestgehend automatisch installiert. Nach kurzer Zeit konnte ich die Verbindung zum Internet herstellen, muss aber sagen, das die Verbindung sehr viel langsamer ist wie mein 6000-er-DSL-Zugang von 1&1. Ich würde schon fast sagen, die Verbindung gleicht der eines 56k-Modems. Auch ist das Mein Base-Netz nicht besonders gut, denn es kommt sehr häufig zu Unterbrechungen. Ich werde es nur im Notfall, wenn das DSL-Netz nicht verfügbar ist, nutzen.


Fazit:

All die Jahre wo keine Änderung erfolgte, lief der DSL-Internetzugang über 1&1 fehlerlos. Ich war sehr zufrieden. Aber die kleine Änderung, die Erweiterung der Internet- um eine Telefonflat brachte die Schwächen dieses sonst, zummindest nach meiner Erfahrung relativ tadellosen Technikkonzerns zum Vorschein. Alle Prozesse laufen weitestgehend computer-gesteuert und sind somit sehr unflexibel zu handhaben. Für situationsbedingte Anpassungen, die nicht in den Anweisungen der Computerprogramme stehen ist hier kein Platz. Hier werden die Termine, in diesem Fall für die Vertragsänderung, vom System vorgegeben und können hinterher, zumindest laut Aussagen der Service-Mitarbeiter, nicht mehr verändert werden. Dieses starre System ist nicht in der Lage flexibel auf eine Situation von uns Kunden zu reagieren. Das gilt auch für das inzwischen eingetroffene Feedback-Formular, wo die Fragen von 1&1 vorgegeben und über den Computer ausgewertet werden. Was sollen da solche Erlebnisberichte, wie Sie gerade von mir lesen. Mit denen können diese Konzerne nichts anfangen, denn die muss ein Mensch lesen und auswerten und keine Excel-Tabelle. Man ist den hierarchisch festgelegten Vorgaben eines anonymen Konzerns vollkommen ausgeliefert. Was würde wohl mit unseren hochtechnisierten Versorgungsketten passieren, wenn die flexibel auf Nahrungsmittelengpässe oder Energieengpässe reagieren sollen?

Ganz nebenbei, habe ich mir dann auch mal den Einzelverbindungsnachweis meines Handys angeschaut und festgestellt, daß 5,76 € von 1&1 abgebucht wurden, so daß sich die langen Wartezeiten, wenn sich die Kollegen untereinander informieren, durchaus rentieren und für bezahlte Beschäftigung sorgen. Ich meine da rufen ja jeden Tag viele hundert Leute an, jetzt rechnen Sie mal hoch, was da jeden Tag zusammenkommt. 

Jedenfalls finden kreative Menschen meist eine Lösung, die vielleicht nicht ganz, das konkrete Problem löst, aber zumindest einen Weg öffnet, auf dem man das Problem umgehen kann – hier war es der UMTS-Stick. 

Die wohl wichtigste Erfahrung war aber, wie schnell man einen bestimmten Menschen gezielt vom Internet abschalten könnte. Das gilt für DSL-Zugänge ganz genauso wie für UMTS-Verbindungen und auch für jede andere Internet-Verbindungsmöglichkeit wie etwa das Kabelnetz, das Stromnetz oder via Satellit. Gerade für kleine Unternehmen, für die das Internet die Geschäftsgrundlage ist, kann so eine unfreiwillige Trennung vom Internet ganz schnell das Aus bedeuten, vor allem dann, wenn man für wenige große Auftraggeber (wegen Mangels kleiner Unternehmen) tätig ist, viel über das Internet kommuniziert und das Projektende genau feststeht.

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Was ist der Unterschied zwischen „Urteilen“ und „Entscheiden“ ?

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Audio icon Was ist der Unterschied zwischen Urteilen und Entscheiden


Im Rahmen dieses Artikels gilt es den Unterschied zwischen den beiden genannten Begriffen herauszufinden und am Ende soll dann im Fazit eine kurze Antwort auf die Frage dieses Artikels erfolgen. Zunächst soll die wahre Bedeutung der Begriffe herausgefunden werden. Dazu werden Wörterbücher, Enzyklopädien und Zitate berühmter Persönlichkeiten herangezogen.

Bedeutung der Begriffe laut Wörterbuch:

Bedeutung laut Deutscher Wortschatz – Portal, http://wortschatz.uni-leipzig.de/abfrage/

urteilen ist Synonym von: befinden, begutachten, bemessen, besprechen, beurteilen, einschätzen, meinen, rezensieren, schließen, werten

entscheiden ist Synonym von: bestimmen, durchgreifen, durchringen, entschließen, festlegen, festsetzen, herausstellen, losen, optieren, verfügen, wählen, wählen, zeigen

Bedeutung laut Duden:

Zitat zum Begriff "Entscheiden": einen Zweifelsfall endgültig klären, indem man in der betreffenden Sache ein Urteil fällt

Zitat zum Begriff "Urteilen": 1a.) ein Urteil über jemanden oder etwas abgeben, seine Meinung äussern, 1 b.) sich nach etwas, auf einen bestimmten Eindruck o. ä. hin ein Urteil bilden: nach dem ersten Eindruck u.; er hat nur nach dem Erfolg geurteilt;


Bedeutung der Begriffe laut Wikipedia:

Zitat zum Begriff "Entscheiden": 
Eine Entscheidung ist eine Wahl zwischen Alternativen oder zwischen mehreren unterschiedlichen Varianten von einem oder mehreren Entscheidungsträgern. Eine Entscheidung kann spontan bzw. emotional, zufällig oder rational erfolgen. Eine rational begründete Entscheidung richtet sich nach bereits vorgängig abgesteckten Zielen oder vorhandenen Wertmaßstäben. Von der Entscheidungskompetenz eines Individuums hängt es ab, ob seine Pro- oder Contra-Entscheidungen richtig oder falsch ausfallen.

Zitat zum Begriff "Urteilen": 
Urteil ist in der Logik die Form einer Feststellung, die in der sprachlichen Form eines Satzes ausgedrückt wird. Dabei wird das Urteil mit dem Vorgang der Bildung der Feststellung, ihrem propositionalen Gehalt oder der Bewertung dieses Gehalts identifiziert (ein Urteil bilden vs ein Urteil treffen vs ein Urteil fällen). Das Urteil wird als ein Grundbegriff der Logik nicht in jeder Theorie der Logik ausdrücklich definiert.


relevante Zitate berühmter Persönlichkeiten zum Begriff "Urteilen":

Quellen: http://www.zitate.eu/de/ | http://www.spruch-archiv.com

Ludwig Feuerbach (1804-72), dt. Philosoph

Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), östr. Schriftstellerin

Mißtraue deinem Urteil, sobald du darin den Schatten eines persönlichen Motivs entdecken kannst.

Bertolt Brecht

Wer heute die Lüge und Unwissenheit bekämpfen und die Wahrheit schreiben will, hat zumindest fünf Schwierigkeiten zu überwinden. Er muß den Mut haben, die Wahrheit zu schreiben, obwohl sie allenthalben unterdrückt wird; die Klugheit, sie zu erkennen, obwohl sie allenthalben verhüllt wird; die Kunst, sie handhabbar zu machen als eine Waffe; das Urteil, jene auszuwählen, in deren Händen sie wirksam wird; die List, sie unter diesen zu verbreiten.

Das Theater darf nicht danach beurteilt werden, ob es die Gewohnheiten seines Publikums befriedigt, sondern danach, ob es sie zu ändern vermag.

Aristoteles

Affekte sind Erregungen, infolge deren die Menschen ihre Stimmung ändern und verschiedenartig urteilen, Erregungen, die mit Lust- und Unlustgefühlen verbunden sind, wie Zorn, Mitleid, Furcht und andere der Art sowie ihre Gegensätze.

Es ist aber bisweilen schwer zu beurteilen, für welche von zwei Möglichkeiten man sich entscheiden und welches von zwei Übeln man über sich ergehen lassen soll, und oft noch schwerer, bei dem gefaßten Entschluß zu bleiben.

Wenn ein richtiges Urteil auch über viele andere Fragen nicht leicht ist, so gilt dies doch am meisten von der Frage, die allen Menschen die leichteste zu sein und von jedermann beantwortet werden zu können scheint: Welches das Gut im Leben sei, nach dem man streben soll und dessen Besitz die Begierde befriedige.

Wenn, wer Seelengröße besitzt, jemand verachtet, so tut er es mit Recht, weil er ein richtiges Urteil hat; die gewöhnlichen Leute aber tun es grundlos.

Dale Carnegie

Jeder Narr kann kritisieren, verurteilen, reklamieren – und die meisten Narren tun es auch. Aber um zu verstehen und zu verzeihen – dazu braucht es Charakter und Selbstbeherrschung.

Wenn ihnen zum Beispiel irgendetwas nicht gefällt, so ist es viel leichter, zu kritisieren und zu verurteilen, als den Versuch zu machen, den andern und seinen Standpunkt zu verstehen. Man findet oft schneller etwas Tadelnswertes als etwas Lobenswertes. Wir neigen eher dazu, über unsere eigenen Wünsche zu sprechen als über das, was der andere möchte.

Im Umgang mit Menschen dürfen wir nie vergessen, daß wir es nicht mit logischen Wesen zu tun haben, sondern mit Wesen voller Gefühle, Vorurteile, Stolz und Eitelkeit.

Gott selbst wartet mit seinem Urteil über den Menschen bis zum letzten Tag. Warum sollten wir es da anders halten?

Paul Breitner

Ich habe immer die Leistung eines Spielers, eines Trainers, eines Managers beurteilt, aber sehr genau darauf geachtet, jemanden nicht als Privatperson anzugreifen oder gar zu beleidigen.

Klaus Augenthaler

Ein Trainer muss zwischen drei und fünf Jahren bei einem Klub arbeiten. Nur dann kann man die Arbeit eines Trainers beurteilen – das System, die Philosophie.

Brendan Behan

Die Laster, die man selber verbirgt, verurteilt man am lautesten.

Heinrich Böll

Seltsamerweise hält man Deserteure für feige, ein Urteil, das bei näherer Betrachtung nicht aufrechterhalten werden kann.

Willy Brandt

Staaten führen nun einmal Politik aufgrund ihrer Interessen, selbst wenn sie diese nicht immer richtig beurteilen.


relevante Zitate berühmter Persönlichkeiten zum Begriff "Entscheiden":

Quellen: http://www.zitate.eu/de/ | http://www.aphorismen.de

Henri Frédéric Amiel

Wer darauf besteht, alle Faktoren zu überblicken, bevor er sich entscheidet, wird sich nie entscheiden.

Jennifer Aniston

Wenn man heiratet, geht niemand davon aus, daß diese Ehe vielleicht nur ein paar Jahre halten wird. Das gilt ja nicht nur für Paare im Filmgeschäft. Weil der Honeymoon garantiert nicht ewig anhält, muß man an einer Beziehung arbeiten. Brad und ich gehen absolut ehrlich miteinander um. Kommunikation ist uns sehr wichtig. Liebe ist Arbeit! Also muß man seine Wahl treffen und sich entscheiden, ob man mit diesem Menschen zusammenbleiben will oder nicht. Wenn ja, muß man etwas dafür tun.

Aristoteles

Es ist bisweilen schwer zu beurteilen, für welche von zwei Möglichkeiten man sich entscheiden soll. Es ist immer noch besser, eine Frage zu untersuchen, ohne sie zu entscheiden, als sie zu entscheiden, ohne untersucht zu haben.

Ringo Jünigk, (*1976), Dipl.-Kommunikationswirt und emanzipatorischer Linker

Entscheiden heißt: Interessen abwägen.

Peter Amendt, (*1944), Franziskaner

Leben heißt, sich zwischen Möglichkeiten zu entscheiden.

Martin Gerhard Reisenberg, (*1949), Diplom-Bibliothekar und Autor

Hungrige entscheiden immer aus dem Bauch heraus.

Pavel Kosorin, (*1964), tschechischer Schriftsteller und Aphoristiker

Leute, die keinerlei Vorstellungskraft haben, entscheiden die Zukunft der Welt.

Prof. Querulix, (*1946), deutscher Aphoristiker und Satiriker

Managen heißt entscheiden – und dann andere die Arbeit machen lassen.

Heinz Körber, (*1938), Aphoristiker

Wie geholfen wird, darf meist nur der Helfende, selten der Hilfebedürftige entscheiden.


Fazit:

Urteile laufen auf die Ergebnisse "wahr, verlogen, gut, schlecht, richtig oder falsch weil …" hinaus. Der beste Weg der zu richtigen Urteilen führt ist es die jeweiligen Informationen über Personen oder Sachverhalte vorurteilsfrei und kritisch zu hinterfragen (Ich kann nur wissen wonach ich fragen kann !). Das Urteilen bzw. Bewerten läuft sehr komplex und im Unbewußten ab (ein praktisches Beispiel), weswegen wir das Ganze nicht wirklich bewußt nachvollziehen können

Beim Entscheiden stehe ich vor Alternativen, mit denen ich mich intensiv auseinandersetzen muss, denn nur so kann ich mich für die beste Alternative entscheiden. Einer Entscheidung folgt zwingend eine Handlung, denn sonst, hätte man sich ja nicht den grossen Zeit- und Denkaufwand betreiben müssen um eben zu einer guten Entscheidung zu kommen.

Ich kann also über beliebige Dinge urteilen ohne entsprechend zu handeln. Wenn ich mich aber für einen Weg, eine Lösung entscheide, so ist das zwingend mit Handeln verbunden. Urteilen ist also nicht zwingend handlungsorientiert, entscheiden schon.

oder wie ich es an anderer Stelle schon einmal formulierte:

Es macht sich nur derjenige auf den Weg, die Idee praktisch zu realisieren, der über genügend Mut und Tatkraft verfügt. Auf den Weg machen bedeutet dabei sich die jeweils erforderliche Zeit (Monate, Jahre, Jahrzehnte,…) tiefgründig und leidenschaftlich mit der betreffenden Aufgabe/dem jeweiligen Thema beschäftigen und dabei, das selbst konstruierte Wissen über eine lange Zeit hinweg immer wieder kritisch zu hinterfragen und dabei aufkommende Widersprüche durch Denken, Lernen und eine entsprechende Kreativität zu beseitigen.

Auf dem Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt/Dienst gilt es, unzählige Entscheidungen zu treffen, man steht bei jeder einzelnen Entscheidung vor einer Flut von Möglichkeiten und muss sich dann für eine bestimmte (möglichst die Beste) entscheiden. 

 

Workshop - Nutzung des Internets als Wissens- und Problemlösequelle

 

zwei praktische Beispiele, die den Unterschied zwischen "Urteilen" und "Entscheiden" aufzeigen: 

Soweit ich das beurteilen kann, habe ich für mein Pflichtbewußtsein, meinen Fleiß und dafür, daß ich keine allzu kritischen Fragen stelle, bisher viele positive Rückmeldungen von meiner Familie, meinen Eltern, meinen Freunden und Bekannten erhalten, nicht zuletzt bin ich auf diesem Weg zu einem bescheidenen Wohlstand gekommen – wenn ich nun anfange, mich tiefgründig mit mir zu beschäftigen, komme ich möglicherweise auf Gedanken, die mir viel Ärger mit den Menschen in meinem näheren Umfeld einbringen könnten – das  wäre das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann. Ich entscheide mich deshalb weiterhin fleissig zu sein und keine allzu kritischen Fragen zu stellen.
In diesem Beispiel ist also das Urteilen bzw. Beurteilen der gegenwärtigen Situation der Grund dafür, dass der betreffende Menschen nicht handelt. Sein Urteil bzw. die damit verbundenen Denkmuster halten ihn sogar in seinem bisherigen Lebenskonzept gefangen.

oder ein weiteres Beispiel:

Materiellen Wohlstand beurteile ich und fast alle, die ich kenne, als besonders wichtig (viele denken so wie ich, also kann ich nicht ganz falsch liegen). Immer wenn ich die entsprechenden Regeln eingehalten habe, wurde ich von meinen Eltern gelobt und ich habe viele positive Rückmeldungen von meinen Mitmenschen erhalten. Nicht zuletzt zeigen mir meine tagtäglichen Erfahrungen und das, was ich sehe (die Bilder, nicht die tiefgründigen Gespräche), daß andere, die diese Regel einhalten, sich offensichtlich wohlfühlen, während jene, die die Regeln nicht einhalten, häufig unglücklich wirken (unzufrieden sind und das Bestehende, das ich mir einfach schönrede, kritisieren, etwas eigenes wollen, nicht am örtlichen Vereinsleben teilnehmen, nicht viele Freunde haben, unfreundlich sind,…).

Eine Erkenntnis aus dem eben beschriebenen Beispiel ist daß: "Die meisten Menschen ihre Erkenntnisse vorwiegend mit Hilfe von Vorurteilen (von den Eltern anerzogene Werte und Regeln, negative Urteile, die sie von anderen gehört haben,…)  gewinnen und aus schnellen Schlussfolgerungen (die Bilder, die sie sehen,…) und nicht aus tiefgründigen und ernsthaften Gesprächen, die sie mit ihren Mitmenschen führen und in denen sie möglicherweise erfahren würden, was ihre Mitmenschen wirklich bewegt.

 

 

Kommunikationsprobleme bei der Notebook-Reperatur

Bei meinem Acer-Notebook war der Grafikchip defekt und es musste ein neuer eingebaut werden. Dazu musste ich das Notebook (ohne FP u. RAM) einschicken. Offensichtlich wurden bei dem Reperatur-Dienstleister, dann zu Testzwecken, Änderungen am Notebook durchgeführt, die letztendlich dazu führten, daß es bei mir zuhause angekommen nicht mehr funktionierte.

Mein Rechner brach immer nach dem Erscheinen des Boot-Managers den Bootvorgang ab. Nach einigen Versuchen war mir klar woran es lag. Dem alten Win XP fehlte der Treiber für den SATA-Controller, deshalb wurde der im MBR gespeicherte Boot-Manager noch gestartet, dann aber als der Zugriff auf die Festplatte erfolgte kam es immer zum Absturz (ein kurzes Flackern im Black-Screen), wegen dem fehlenden Treiber. Nachdem ich im BIOS auf den IDE-Modus umgestellt hatte lief alles wieder problemfrei.

Fazit:

Da wurden tatsächlich im BIOS Änderungen durchgeführt (Umstellung des SATA-Controllers auf AHCI) – diese nicht mehr rückgängig gemacht und ohne ein Wort zu sagen, das Notebook zurückgeschickt. Ein Zettel mit den entsprechenden Infos hätte genügt.

Wenn man da relativ wenig Ahnung hat, dann würde man Windows mit dem entsprechenden Zeitaufwand zurücksichern oder neu installieren und das Probleme wäre immer noch nicht gelöst.