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Lernkonzept für Autodidakten und Problemlöser

 

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Audio icon Das Lernkonzept für Autodidakten und Problemlöser


Im Grunde geht es bei dem Lernkonzept darum, mit Hilfe entsprechender Lernmethoden und dem Internet selbstbestimmt und selbstorganisiert zu lernen und das gelernte Wissen produktiv anzuwenden, beispielsweise um gute Entscheidungen zu treffen oder Probleme zu lösen.

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Das Konzept besteht im Wesentlichen aus folgenden Lernmethoden:

  • motiviert lernen
  • das ganzheitliche Bild von dem was ich lerne
  • mit praxisrelevanten Inhalten lernen
  • konstruktiv zusammenarbeiten
  • lernen mit Hilfe systematischer Inhalte
  • mehrere Sichtweisen berücksichtigen
  • Probleme erkennen und formulieren
  • die fortlaufende Selbst- und Fremdbeurteilung des eigenen Lernfortschrittes

Zusammenfassung des Lernkonzepts:

Der entscheidende Punkt ist die Motivation zum Lernen, also das ernsthafte Interesse an den Lerninhalten. Diese Motivation zum Lernen muß immer von dem betreffenden Menschen selbst kommen – alles andere kennen wir aus unseren Schulen unter dem Begriff "Büffeln".

Deshalb geht es in dem Lernkonzept zuerst darum, sich die Lernziele klar zu machen und dann warum es sich lohnt die jeweiligen Lerninhalte zu lernen. Es geht letztendlich darum, aus eigenem Antrieb heraus und gerne zu lernen, weil das Lernen als wirklich sinnvoll empfunden wird.

Mit der Energie, die ein Mensch hat, der aus eigener Motivation heraus lernt, geht es dann daran, sich ein ganzheitliches Bild von den Lerninhalten zu machen und sich damit aktiv auseinander zu setzen.

Da jeder Mensch auf andere Informationen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zurückgreift wie der jeweils andere und deshalb jeder eine bestimmte Information auf seine ganz individuelle Art und Weise zu seinem Wissen verarbeitet, bekommt der Lernende lediglich eine grobe Lernanleitung und hat somit ein Maximum an Handlungsspielraum, so daß er möglichst selbstbestimmt und selbstorganisiert lernen kann.

So kann der Lernende im Rahmen der Lernziele und des grob vorgezeichneten Lernwegs mit Hilfe seines Grundwissens und der Lernanleitung die vielfältigsten praktischen Erfahrungen sammeln und sich sein Wissen durch eigene Fragen und der Suche nach den entsprechenden Antworten weitestgehend selbst und in Zusammenarbeit mit anderen konstruieren.

Konkret bedeutet das, konstruktiv mit anderen (andere Lernende, Interessierte, …) via Internet zusammenarbeiten, also diskutieren, Fragen stellen und beantworten, Probleme erkennen, beschreiben und lösen und/oder das eigene Wissen zur Diskussion stellen, um es beispielsweise auf seine Richtigkeit zu überprüfen.

Natürlich werden dazu die Möglichkeiten, die das Internet zum Informieren und Kommunizieren bietet, so gut wie möglich genutzt!

Wenn der Lernende das Gefühl hat, dass er die Lerninhalte soweit verstanden hat, dann fasst er diese noch einmal kurz mit eigenen Worten zusammen.
Diese vom Lernenden selbst erstellte Zusammenfassung hilft ihm später schnell und einfach in die jeweiligen Lerninhalte einzusteigen.

Dazu können auch die Erkenntnisse anderer, besonders wichtige Lehrsätze, wichtige Informationen und Infoquellen aus dem Internet (Animationen, Lernvideos, Bilder, …) verwendet werden, mit Linkangabe zur Quelle.

Am bedeutsamsten ist es aber, das erlernte Grundwissen praktisch anzuwenden und dabei seine natürliche Neugierde so weit als möglich auszuleben. Als Grundlage dafür dienen die in den Lernunterlagen beschriebenen Praxisbeispiele, praxistaugliche Methoden und Übungsaufgaben.

Die alltagsrelevanten Praxisbeispiele und die Methoden sollen dabei auch als Mustervorlage dienen, um sich selbst sinnvolle Anwendungsbeispiele auszudenken und auf diesem Wege eigene Erfahrungen, Eindrücke und relevante Informationen zu sammeln – diese werden fein säuberlich im Lernportfolio dokumentiert, das am Ende die ganz persönliche Lerngeschichte des Lernenden erzählt.

Das wichtigste dabei ist, daß die Lernenden sich mit den Erfahrungen und Eindrücken, die sie gesammelt haben, am Ende noch einmal konstruktiv auseinandersetzen und für alle Fragen die sich dabei stellen, nach den entsprechenden Antworten suchen.

Das Ganze wird dann im Rahmen entsprechender Erkenntnisse kurz und prägnant zusammengefaßt.

Je klarer und verständlicher, desto besser. Auch hierfür ist das Internet eine wertvolle Informationsquelle  (Zitate, Lehrsätze, Animationen, Lernvideos, Bilder, …) – Linkangabe zur Quelle nicht vergessen.

Der Lernerfolg kann durch entsprechende Wiederholungsfragen und Aufgaben, vor allem aber anhand der vom Lernenden in seinem Lernportfolio beschriebenen Erfahrungen und Erkenntnisse beurteilt werden. In diesem Lernportfolio hat der Lernende seine persönliche Lerngeschichte von Anfang bis zum Ende dokumentiert.

Der Lernende kann mit Hilfe des Lernportfolios seinen aktuellen Wissensstand mit dem für das jeweilige Lernziel erforderlichen, vergleichen.
Wenn möglich sollte der Lernende sein Wissen und seine Erkenntnisse auch anderen zum Beispiel via Internet (Webforen, Facebook-Gruppe, in deinem Google Plus-Stream, …) zur Diskussion stellen.

Falls erforderlich sollte der Lernende auch vergleichen wie er handeln sollte und wie er tatsächlich handelt.

Am Ende diskutieren die Lernenden über die Erfahrungen, die sie gemacht haben und das Wissen, das sie selbst konstruiert haben und stellen dabei auch Zusammenhänge zum anfangs gelernten (vermittelten) Grundwissen her.

Fazit:

Die besten Voraussetzungen für die erfolgreiche Anwendung der eben vorgestellten Lernmethoden haben ganz allgemein Menschen, die an sich und ihre Fähigkeiten glauben, der eigenen Wahrnehmung vertrauen, die die innere Bereitschaft haben, mit ihren Mitmenschen konstruktiv zusammen zu arbeiten und sich ihre kindliche Neugier und ihre Freude am Lernen durch das traditionelle Bildungssystem, bei dem das individuelle Wesen des Menschen weitestgehend ausgeblendet wurde, nicht nehmen ließen.

 

Workshop - Lernen lernen mit Hilfe des Internets

Hinweis
Sehr ausführlich habe ich dieses Lernkonzept in meinem Lehrgang „Netzwerkkompetenz wie? – Mit Hilfe des Internets autodidaktisch lernen und Probleme lösen!“ dokumentiert.

Außerdem habe ich mir auch Gedanken gemacht, wie wir das Bildungssystem grundsätzlich ändern können. Weitere Informationen dazu finden Sie in meinem „Grundkonzept für ein neues Bildungssystem“.

 

 

Workshops - autodidaktisch lernen

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