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Was wäre wenn wir die Wege erfolgreicher Menschen gehen lernen, anstatt nur die Ergebnisse nachzukauen ?

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In der Schule lernen wir nur die Denkergebnisse, nicht aber wie die Erfinder, Visionäre, Forscher und Wissenschaftler zu diesen Ergebnissen gelangt sind. 

Zitat aus einer diesbezüglichen Diskussion:

Ich hätte lieber gelernt wie z.B. Maxwell seine Formeln entwickelt hat, wie er draufgekommen ist, als nur die gekürzte Version mit seinem Todestag.

Es wäre mit Sicherheit sehr interessant, aber ob es auch sehr erkenntnisreich wäre ist die Frage. 

Letztendlich muß jeder seinen eigenen Weg finden und gehen. Maxwell und viele andere einzigartige Menschen wurden intuitiv an die großen Erkenntnisse herangeführt und nur der, der den Weg gegangen ist, konnte auch die entsprechenden, individuellen Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln und so am Ende den Weg zu seinen jeweiligen Erkenntnissen verstehen. 

Wohlgemerkt auf der Grundlage seiner ganz eigenen Werte, Begabungen, Leidenschaften usw. Es ist zu komplex um alles wirklich zu verstehen. Nicht zuletzt kommt eine Vielzahl von spontanen Ereignissen dazu, die den betreffenden Menschen bei der jeweiligen Entscheidung beeinflusst haben. Diese unzähligen Entscheidungen und die jeweiligen Ereignisse sind selbst für den Betreffenden häufig nicht mehr vollständig rekonstruierbar.

Wesentlich interessanter wäre es wohl, die jeweiligen Methoden, die die Erfinder, Visionäre, Forscher und Wissenschaftler anwenden, möglichst praxisnah auszuprobieren und kritisch zu hinterfragen. Dies wäre auf jeden Fall ein guter Weg um Menschen dazu anzuregen, eigene Schlüsse zu ziehen und ganz allgemein das kritische und vorurteilsfreie Denken zu fördern. Das will ich übrigens auch mit meinen Lernmethoden erreichen.

 

Was ist der Unterschied zwischen büffeln und Wissen konstruieren ? 

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Audio icon Was ist der Unterschied zwischen büffeln und Wissen konstruieren


Wissen konstruieren bedeutet Informationen mit den bereits vorhandenen Erfahrungen und Erkenntnissen verknüpfen. Beim Büffeln geht es vor allem darum möglichst viele Informationen auswendig zu lernen bzw. Methoden und Wege anderer Menschen einfach 1:1 nachzuahmen und diese ohne Sinnzusammenhang im Gedächtnis abzuspeichern. Weil das Ganze eben ohne den Sinnzusammenhang geschieht, landen die vielen Infos im Kurzzeitgedächtnis, wo sie dann, wenn sie jetzt nicht häufig angewendet werden, nach kürzester Zeit entsorgt werden. 

Das ist auch vollkommen effektiv, denn man stelle sich vor unser Gehirn müsste wie ein Computer in unzähligen Fakten wühlen, die wir im Laufe unseres Lebens aufschnappen. Nein unser Gehirn dient nicht als Datenspeicher wie ein Computer, sondern als effizientes Wunderwerk um Wissen zu konstruieren und damit Probleme zu lösen oder einfach nur um die schönen Dinge des Lebens mit allen Sinnen, möglichst vollständig zu erfassen um das was die Natur geschaffen hat wirklich zu erkennen.

Es ist schon ein sehr großer Unterschied ob jemand eine bestimmte Information durchliest und diese mit zahlreichen eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen bestätigen kann oder ob jemand ohne jegliches Vorwissen diese Information liest. Für ersteren wird die Information gleich zu Wissen, weil er ja schon viele Zusammenhänge (Erfahrungen, Erkenntnisse, Eindrücke, rel. Infos,…) zu den gelesenen Infos herstellen kann, während der andere möglicherweise fast nichts versteht u. von einem Zweifel in den nächsten stürzt.

 

Workshop - Wissen konstruieren

Ein wichtiger Teil meiner Lehr-/Lernmethoden ist es deshalb, daß Wissen nicht einfach gebüffelt wird, sondern daß zuerst einmal möglichst praxisnah in das betreffende Thema/die Aufgabe eingestiegen wird. Konkret heißt das einfach, vielfältige praktische Erfahrungen in dem jeweiligen Wissensbereich sammeln. Diese praxisnahen Erfahrungen gilt es dann theoretisch zu hinterfragen. Warum war das so ? Hier hilft die Diskussion mit anderen, Fragen stellen, in den jeweiligen Lerninhalte, Bücher, Suchmaschinen usw. nach Antworten suchen, um so ein entsprechendes theoretisches Wissen um die Erfahrungen herum, aufzubauen und so letztendlich wichtige eigene Erkenntnisse zu gewinnen. 

Auf diesem Wege bekommt man ein erstes Gefühl für das betreffende Thema bzw. die jeweilige Aufgabe. Nicht nur das, die Lerninhalte können jetzt mit Hilfe der Erfahrungen u. Eindrücke sinngemäß im Gedächtnis abgespeichert werden.

Ein weiteres Beispiel ist, wenn beliebige andere Menschen meinen Lehrgang durcharbeiten, dann ist ein Großteil für sie Informationen aus denen sie dann durch entsprechende Erfahrungen u. Erkenntnisse ihr Wissen konstruieren. Sie müssen lediglich die Strukturen u. Lerninhalte in einer entsprechenden Reihenfolge durcharbeiten. Ich als Entwickler verbinde den Lehrgang dagegen vor allem mit den ganzen Erfahrungen und Erkenntnissen die ich gemacht habe, als ich mir den Lehrgang ausdachte. Ich kann zumindest grob noch viele Entscheidungen, warum und weshalb so und nicht anders, nachvollziehen. Ich weiß noch an welchen Stellen im Lehrgang ich vor Freude gesprungen oder aber auch vor Ärger fast geplatzt bin. 

Das bestätigt auch die Behauptung, das Wissen in der Regel an eine Person gebunden ist, weil eben die Zusammenhänge die man zu den Infos herstellt, variabel sind. Der eine stellt zu ein und demselben Begriff völlig andere Erfahrungen und Erkenntnisse her, wie der jeweils andere. So sieht der Naturliebende und Vulkanbegeisterte den Vulkan als natürliches Wunderwerk, bei dem es viel zu entdecken gibt, während der Gemüsegärtner den fruchtbaren Boden sieht, den ein Vulkan nach seinem Ausbruch hinterlässt. Ein Wissenschaftler sieht den Vulkan als Ventil der Erde, während jener, der seine Familie bei einem Vulkanausbruch verloren hat, den Vulkan als Teufelswerk betrachtet. Ja so unterschiedlich können die Ansichten zum Begriff "Vulkan" sein.

Danke für Ihr Interesse

 

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Wer kann autodidaktisch lernen ? 

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Audio icon Wer kann autodidaktisch lernen


In diesem Artikel möchte ich darüber nachdenken, welches wohl die wichtigsten Fähigkeiten eines Autodidakten sind. Was muss ein Mensch können, der sich selbst hochwertiges Wissen aneignen kann ?

Ganz allgemein, kennt jemand der autodidaktisch lernen kann, die Lernmethoden und die Gestaltung der Lerninhalte, mit denen er am effektivsten lernen kann.

Er weiss warum er lernt. Er kann beschreiben, warum es sich für ihn lohnt, die jeweiligen Lernziele zu erreichen.

Er kann die Möglichkeiten, die das Internet uns zum Lernen bietet, optimal nutzen.

Da auch die besten Autodidakten der Welt sich nicht alles merken können, wissen sie, wie sie ihre Lerngeschichte in einem Lernportfolio dokumentieren können.

Nicht zuletzt wissen Autodidakten, wie sie das Lernen mit ihren ganz eigenen Alltagsroutinen, verbinden können.

Wer das alles noch nicht kann, aber gerne lernen möchte, dem empfehle ich die Teilnahme an meinem Workshop "Das Lernen lernen mit Hilfe des Internets".

 

Welche ganz speziellen Fähigkeiten sollte ein Autodidakt darüber hinaus haben? 

Autodidakten fragen viel und haben ein gesundes Urteilsvermögen um die Antworten zu beurteilen …

Wer autodidaktisch lernt, der muß erst einmal festlegen, welche Infos er benötigt. Ich kann nur wissen wonach ich fragen kann. Fragen ist die Grundlage dafür, daß jemand autodidaktisch lernen kann bzw. das jeweils von ihm benötigte Wissen konstruieren kann. Die richtigen Fragen stellen, das muss durch häufige Kommunikation erst langwierig trainiert werden.

Weiterhin muss der Autodidakt wissen wo er die Infos, mit denen er sein Wissen konstruiert, in ausreichender Qualität finden kann. Die gefundene Infos müssen trotz hochwertiger Quellen, nach ihrer Relevanz und Qualität bewertet werden. Grundsätzlich muß der Autodidakt also wissen, wie er sich die jeweils benötigten Informationen kompetent über das Internet beschaffen kann.

Man kann also klar feststellen, daß ein guter Autodidakt, auch über ein gesundes Urteilsvermögen verfügen muss, denn sonst kann er aus den unterschiedlichste Informationen und Diensten, wie sie im Internet verfügbar sind, kein wertvolles Wissen konstruieren. Nur ein Mensch der klar urteilen kann, kann aus den vielen möglichen Antworten, gezielt die qualitativ hochwertigen auswählen, mit denen er dann die jeweiligen Wissenslücken schließen und so ein möglichst hochwertiges Wissen konstruieren kann.

Für dieses gesunde Urteilsvermögen sind folgende Eigenschaften entscheidend:

  • ein gesunder Menschenverstand,
  • ein klarer Blick, der nicht durch anerzogene Werte und Regeln, die über viele Jahre verinnerlicht wurden, getrübt wird  (dieser Blick wird getrübt durch die nicht bzw. nicht wirklich konstruktiv verarbeiteten Erfahrungen – die wir machen, wenn wir unsere Werte leben – und  die dabei entstandenen Ängste und Zweifel und der daraus folgende geringe Glaube an die eigenen Fähigkeiten),
  • aus den Folgen (Problemen) die Ursachen ableiten können,
  • und vor allem auch eine Schatzkiste voll mit den unterschiedlichsten Lebenserfahrungen über die der betreffende Mensch auch wirklich konstruktiv nachgedacht hat, was sich an seinen wertvollen Erkenntnissen zeigt – letzteres könnte man auch als Lebensweisheit bezeichnen

Wie man eindeutig sehen kann hat dieses Urteilsvermögen nur sehr, sehr wenig mit umfassendem Allgemein- bzw. Fachwissen , also großartiger Gelehrtheit, zu tun. Die genannten Eigenschaften liegen viel tiefer im Wesenskern des betreffenden Menschen.
 

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Lernkonzept für Autodidakten und Problemlöser

 

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Audio icon Das Lernkonzept für Autodidakten und Problemlöser


Im Grunde geht es bei dem Lernkonzept darum, mit Hilfe entsprechender Lernmethoden und dem Internet selbstbestimmt und selbstorganisiert zu lernen und das gelernte Wissen produktiv anzuwenden, beispielsweise um gute Entscheidungen zu treffen oder Probleme zu lösen.

Gratis-eBook und eMail-Einführung

Das Konzept besteht im Wesentlichen aus folgenden Lernmethoden:

  • motiviert lernen
  • das ganzheitliche Bild von dem was ich lerne
  • mit praxisrelevanten Inhalten lernen
  • konstruktiv zusammenarbeiten
  • lernen mit Hilfe systematischer Inhalte
  • mehrere Sichtweisen berücksichtigen
  • Probleme erkennen und formulieren
  • die fortlaufende Selbst- und Fremdbeurteilung des eigenen Lernfortschrittes

Zusammenfassung des Lernkonzepts:

Der entscheidende Punkt ist die Motivation zum Lernen, also das ernsthafte Interesse an den Lerninhalten. Diese Motivation zum Lernen muß immer von dem betreffenden Menschen selbst kommen – alles andere kennen wir aus unseren Schulen unter dem Begriff "Büffeln".

Deshalb geht es in dem Lernkonzept zuerst darum, sich die Lernziele klar zu machen und dann warum es sich lohnt die jeweiligen Lerninhalte zu lernen. Es geht letztendlich darum, aus eigenem Antrieb heraus und gerne zu lernen, weil das Lernen als wirklich sinnvoll empfunden wird.

Mit der Energie, die ein Mensch hat, der aus eigener Motivation heraus lernt, geht es dann daran, sich ein ganzheitliches Bild von den Lerninhalten zu machen und sich damit aktiv auseinander zu setzen.

Da jeder Mensch auf andere Informationen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zurückgreift wie der jeweils andere und deshalb jeder eine bestimmte Information auf seine ganz individuelle Art und Weise zu seinem Wissen verarbeitet, bekommt der Lernende lediglich eine grobe Lernanleitung und hat somit ein Maximum an Handlungsspielraum, so daß er möglichst selbstbestimmt und selbstorganisiert lernen kann.

So kann der Lernende im Rahmen der Lernziele und des grob vorgezeichneten Lernwegs mit Hilfe seines Grundwissens und der Lernanleitung die vielfältigsten praktischen Erfahrungen sammeln und sich sein Wissen durch eigene Fragen und der Suche nach den entsprechenden Antworten weitestgehend selbst und in Zusammenarbeit mit anderen konstruieren.

Konkret bedeutet das, konstruktiv mit anderen (andere Lernende, Interessierte, …) via Internet zusammenarbeiten, also diskutieren, Fragen stellen und beantworten, Probleme erkennen, beschreiben und lösen und/oder das eigene Wissen zur Diskussion stellen, um es beispielsweise auf seine Richtigkeit zu überprüfen.

Natürlich werden dazu die Möglichkeiten, die das Internet zum Informieren und Kommunizieren bietet, so gut wie möglich genutzt!

Wenn der Lernende das Gefühl hat, dass er die Lerninhalte soweit verstanden hat, dann fasst er diese noch einmal kurz mit eigenen Worten zusammen.
Diese vom Lernenden selbst erstellte Zusammenfassung hilft ihm später schnell und einfach in die jeweiligen Lerninhalte einzusteigen.

Dazu können auch die Erkenntnisse anderer, besonders wichtige Lehrsätze, wichtige Informationen und Infoquellen aus dem Internet (Animationen, Lernvideos, Bilder, …) verwendet werden, mit Linkangabe zur Quelle.

Am bedeutsamsten ist es aber, das erlernte Grundwissen praktisch anzuwenden und dabei seine natürliche Neugierde so weit als möglich auszuleben. Als Grundlage dafür dienen die in den Lernunterlagen beschriebenen Praxisbeispiele, praxistaugliche Methoden und Übungsaufgaben.

Die alltagsrelevanten Praxisbeispiele und die Methoden sollen dabei auch als Mustervorlage dienen, um sich selbst sinnvolle Anwendungsbeispiele auszudenken und auf diesem Wege eigene Erfahrungen, Eindrücke und relevante Informationen zu sammeln – diese werden fein säuberlich im Lernportfolio dokumentiert, das am Ende die ganz persönliche Lerngeschichte des Lernenden erzählt.

Das wichtigste dabei ist, daß die Lernenden sich mit den Erfahrungen und Eindrücken, die sie gesammelt haben, am Ende noch einmal konstruktiv auseinandersetzen und für alle Fragen die sich dabei stellen, nach den entsprechenden Antworten suchen.

Das Ganze wird dann im Rahmen entsprechender Erkenntnisse kurz und prägnant zusammengefaßt.

Je klarer und verständlicher, desto besser. Auch hierfür ist das Internet eine wertvolle Informationsquelle  (Zitate, Lehrsätze, Animationen, Lernvideos, Bilder, …) – Linkangabe zur Quelle nicht vergessen.

Der Lernerfolg kann durch entsprechende Wiederholungsfragen und Aufgaben, vor allem aber anhand der vom Lernenden in seinem Lernportfolio beschriebenen Erfahrungen und Erkenntnisse beurteilt werden. In diesem Lernportfolio hat der Lernende seine persönliche Lerngeschichte von Anfang bis zum Ende dokumentiert.

Der Lernende kann mit Hilfe des Lernportfolios seinen aktuellen Wissensstand mit dem für das jeweilige Lernziel erforderlichen, vergleichen.
Wenn möglich sollte der Lernende sein Wissen und seine Erkenntnisse auch anderen zum Beispiel via Internet (Webforen, Facebook-Gruppe, in deinem Google Plus-Stream, …) zur Diskussion stellen.

Falls erforderlich sollte der Lernende auch vergleichen wie er handeln sollte und wie er tatsächlich handelt.

Am Ende diskutieren die Lernenden über die Erfahrungen, die sie gemacht haben und das Wissen, das sie selbst konstruiert haben und stellen dabei auch Zusammenhänge zum anfangs gelernten (vermittelten) Grundwissen her.

Fazit:

Die besten Voraussetzungen für die erfolgreiche Anwendung der eben vorgestellten Lernmethoden haben ganz allgemein Menschen, die an sich und ihre Fähigkeiten glauben, der eigenen Wahrnehmung vertrauen, die die innere Bereitschaft haben, mit ihren Mitmenschen konstruktiv zusammen zu arbeiten und sich ihre kindliche Neugier und ihre Freude am Lernen durch das traditionelle Bildungssystem, bei dem das individuelle Wesen des Menschen weitestgehend ausgeblendet wurde, nicht nehmen ließen.

 

Hinweis
Sehr ausführlich habe ich dieses Lernkonzept in meinem Lehrgang „Netzwerkkompetenz wie? – Mit Hilfe des Internets autodidaktisch lernen und Probleme lösen!“ dokumentiert.

Außerdem habe ich mir auch Gedanken gemacht, wie wir das Bildungssystem grundsätzlich ändern können. Weitere Informationen dazu finden Sie in meinem „Grundkonzept für ein neues Bildungssystem“.